Familiengeschichte in 4 Bänden

Am Beispiel der Familie Karbe wird über 5 Jahrhunderte deutsche Geschichte lebendig, interessant nicht nur für Verwandte, sondern für alle, die einen Bezug zur Genealogie oder zur Mark Brandenburg haben.

Band 1 und 3 sind im Jahr 2005 und Band 2 im November 2006 erschienen..

Der erste Band beginnt mit dem Ursprung der Familie in Zühlen im Land Ruppin und wird fortgesetzt mit der Beschreibung der„Blankenburger Linie": Amt Freienwalde, Blankenburg und Potzlow, Subkau, Adamsdorf.

Die Familiengeschichte verdanken wir vor allem unserem Ehrenvorstandsmitglied Dr. Klaus Karbe, Potsdam. Seine jahrzehntelange Forschung führte zu einem beachtlichen Familienarchiv, aus dem er und andere Autoren schöpfen.
Dr. Klaus Karbes Berichte zeichnen sich durch genaue Darstellungen mit vielen ergänzenden historischen Einzelheiten aus. Sein lebendiger Stil lässt eine Folge von Bildern entstehen, die dem Leser die Wanderung durch das Leben der Personen und die Zeit, in der sie lebten, anschaulich werden lässt. Interessant sind auch die Zitate aus wichtigen Dokumenten, Berichten von Zeitgenossen sowie aus Briefen von Verwandten oder Freunden, die namentlich genannt werden. Der erste Band stammt weitgehend aus seiner Feder.

 

Im dritten Band der Geschichte der Familie Karbe, erschienen im Dezember 2005, werden unsere Vorfahren im Neuendorfer und Biegener Stamm dargestellt. In den Lebensläufen der Männer zeigt sich über Generationen die Abkehr von landwirtschaftlichen Tätigkeiten und die Hinwendung zu anderen Berufen, besonders zu dem des Offiziers und im akademischen Bereich. Große Teile des Buches beruhen auf der Auswertung von Briefen und persönlichen Aufzeichnungen. Sie erlauben einen Einblick in das Leben der Familien und zeigen deren massive Abhängigkeit vom Zeitgeschehen.
Eine besonders interessante Lektüre bieten ganz sicher die Darstellungen der Kriegs- und Nachkriegszeiten des Ersten und Zweiten Weltkrieges. Es werden nicht nur - wie in der Vergangenheit üblich - die Schicksale von Männern beschrieben, sondern in einigen Berichten auch die Lebenswege der Frauen gewürdigt.
Die Beiträge in diesem Band wurden von mehreren Verwandten geschrieben und sind deshalb im Stil nicht einheitlich, sicherlich zum Vorteil des Ganzen. Die meisten Autoren in diesem Band sind Frauen. Unter ihnen haben Anneliese Muhle und Renate Frank geb. Karbe in mühsamer Arbeit unzählige Briefe entziffert und zeitlich eingeordnet. Dabei ist zu beachten, dass diese Briefe und Aufzeichnungen noch mit der Hand geschrieben waren! Allen Autoren danken wir für ihre einfühlsame Beschreibung unserer Vorfahren.
Der Band schließt ab mit ersten gentechnologischen Ergebnissen sowohl der aus Zühlen stammenden Karbes inklusive der Neuendorfer als auch anderer Karbe-Familien und gibt damit Hinweise auf neue und moderne Möglichkeiten für die Familienforschung.

Eberhard Karbe

 

Die Aufsätze für den nun im Herbst 2006 vorliegenden zweiten Band der Karbe'schen Familiengeschichte (Die Gramzower Linie) sind in der Mehrzahl von Dr. Klaus Karbe geschrieben worden. Den letzten noch fehlenden Bericht, über Carl August 

Ferdinand Karbe - Gramzow (1780-1852), hat er am Tag vor seinem Tode durchgesehen und zum Druck freigegeben. Gründlich, wie er war, hätte er diesen Aufsatz lieber noch mehrere Male überprüft und daran gefeilt. Aber es war ihm nicht vergönnt.
In seinen Berichten hat Klaus Karbe sich zum einen mit allen verfügbaren Akten, Dokumenten und Schriftstücken vertraut gemacht, um die Fakten sicher darstellen zu können. Zum anderen aber hat er sich auch mit den Protagonisten beschäftigt, hat ihre menschlichen Seiten zu erfassen gesucht, Zusammenhänge aus ihrem privaten Leben nachvollzogen und so nicht nur ein historisch wichtiges Werk hinterlassen, sondern uns auch die Menschen mit ihren Fähigkeiten und Schwächen nahe gebracht.
Sämtliche Aufsätze in allen drei Bänden hat er kritisch durchgesehen und Hilfestellung geleistet, wo immer es gewünscht war. Auf diese Weise sind drei Bücher entstanden, die ein breit gefächertes Interesse beim Leser befriedigen und Verständnis für die Personen in ihren Lebens- und Zeitumständen ermöglichen.

Ingrid Schellhaas

 

Der vierte Band der Geschichte der Familie Karbe erscheint 2014 mit dem Titel „Persönliche Prägung durch Krieg, Flucht und Vertreibung“. Die Karbes bewirtschafteten im 18. und 19. Jahrhundert 63 Güter im damaligen Preußen, 43 davon in der nördlichen Mark Brandenburg. So wundert es nicht, dass deren Nachkommen, also auch die meisten der 36 Autoren in diesem 4. Band, in dieser Gegend geboren wurden und dort lebten, als 1945 die russischen Bodentruppen vorrückten. Die allermeisten Karbes flohen in den Westen, verloren ihre Heimat, ihr Hab und Gut sowie ihr Einkommen und mussten in Westdeutschland eine neue Existenz aufbauen. Fast alle Autoren waren damals Kinder und beschreiben ca. 65 Jahre später als Senioren auf 468 Seiten reichlich bebildert in 32 Beiträgen ihre damaligen dramatischen und tiefgreifenden Erlebnisse besonders bei der Flucht und beim Zurechtkommen als Flüchtlinge in einer ganz neuen Umgebung. Diese Erfahrungen haben auch bei Kindern und Jugendlichen tiefe Spuren hinterlassen. Die Autoren aus allen drei Karbe-Stämmen waren bereit, nicht nur über sehr persönliche Erlebnisse zu berichten, sondern auch zu ergründen, wie sie damals durch diese geprägt wurden. Unsere Autoren akzeptierten ihre Leiden als Schicksalsschläge, ohne länger in einer Opfermentalität zu verharren. Unser 4. Band erinnert an den folgenschwersten aller Kriege in unserer 500 Jahre alten Familiengeschichte, zeigt aber auch, wie Überlebende ihr persönliches Schicksal meisterten und eine friedliche Wiedervereinigung erleben durften.

Eberhard Karbe

Wo bekomme ich eine Ausgabe der Familiengeschichte?

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